Nachdem wir uns nun die Quick&Dirty-Version der Synchronisierung mit ntpdate angeschaut haben, komme ich zu der etwas eleganteren Form: der Synchronisierung mit Hilfe des NTP-Daemons ntpd. Hierfür werden die beiden Pakete ntp und ntp-simple benötigt.
Nach der Installation gilt es, die Konfigurationsdatei (/etc/ntp.conf) entsprechend seiner Bedürfnisse anzupassen. Hierfür wird zwar das Tool dpgk-reconfigure empfohlen, da man damit aber lediglich die angegeben Server anpassen kann, kann man in diesem Fall auch getrost auf den Editor seiner Wahl zurückgreifen.
Auf jeden Fall sollte die Konfigurationsdatei natürlich einen oder mehrere Server beinhalten, die Syntax hierfür ist:
server ntp1.ptb.de
server ntp2.ptb.de
# u.s.w.
Die von Debian vorgegebenen sonstigen Default-Einträge können übernommen werden. Da wir natürlich auch sicherheitsbewusst sind, empfiehlt es sich außerdem, den NTP-Daemon ein wenig einzuschränken und Zugriff nur dort zu erlauben, wo man ihn auch gern hätte. Dies sieht in der /etc/ntp.conf z.B. so aus:
# erlaubt Zugriffe durch die NTP-Server
restrict ntp1.ptp.de
restrict ntp2.ntp.de
# erlaubt Zugriff über Loopback
restrict 127.0.0.1
# erlaubt Zugriff über das LAN (hier entsprechend anpassen, falls die Netz-
# maske eine andere ist)
restrict 192.168.0.0 mask 255.255.255.0
# alle anderen Zugriffe ignorieren
restrict default ignore
Nachdem die Konfiguration nun also angepasst ist, empfiehlt es sich, die Systemzeit einmalig mit ntpdate anzupassen. Danach kann der Daemon mit /etc/init.d/ntp start gestartet werden. Wenn alles geklappt hat, braucht man sich auf diesem Rechner jetzt keine Sorgen mehr wegen der Uhrzeit zu machen, da der ntpd die Synchronisation übernimmt.