Die Konfiguration des Servers ist relativ einfach, da hier lediglich die Shares in das Configfile '/etc/exports' einzutragen sind. Jeder Eintrag in dieser Datei besteht aus mindestens 2 Spalten und repräsentiert einen Share und seine Zugriffseigenschaften:
directory node1(option11,option12) node2(option21,option22)
1. Spalte (directory)
das Verzeichnis welches freigegeben werden soll, hierzu gehören auch alle Unterverzeichnisse
2. Spalte (node1)
IP -oder DNS-Adresse der NFS-Clients, die dieses Verzeichnis mounten dürfen Beispiele für gültige Einträge:
192.168.0.2
192.168.0.0/24
pc001
*.local.domain
Wird hier nichts eingetragen ist der Share für jeden Client erreichbar (auch über das Internet).
Optionen (für weitere Optionen siehe man exports):
- ro
read-only, nur Lesezugriff (default)
- rw
Lese-/Schreibzugriff
- no_root_squash
In der Defaulteinstellung (root_squash) wird root auf den User nobody gemapped, d.h. der root-User des Clients hat auf dem Share nur die Rechte des Users nobody. Wird nun die Option no_root_squash verwendet hat der Root-User des Clients auf dem Share ebenfalls Root-Rechte.
- sync
Synchronisiert Schreib- und Lesezugriffe. Neue Schreibzugriffe werden erst entgegengenommen, wenn der vorherige Schreibvorgang abgeschlossen ist (default).
- async
Erlaubt dem NFS-Server gegen das NFS-Protokoll zu verstoßen und Anfragen zu beantworten bevor die Änderungen auf die Festplatte geschrieben wurden.
Nachdem die Konfiguration abgeschlossen ist, muss lediglich der NFS-Server mit "/etc/init.d/nfs-kernel-server start" gestartet werden. Mit Hilfe des Befehls "rpcinfo -p" lässt sich noch prüfen, ob der Server läuft.
Um zu prüfen welche Verzeichnisse im Netz mit welchen Optionen freigegeben sind, verwendet man den Befehl "exportfs -v".