Das von Tobias Oetiker entwickelte RRD-Tool stellt mittlerweile den Quasi-Standard für die Speicherung von Monitoringdaten dar. Es legt seine Daten in so genannten Round-Robin-Datenbanken (RRD) ab, die dann von diversen Frontends wie Munin, Orca oder Cacti genutzt werden.
Die Funktionsweise eines Round-Robin-Archivs (RRA) stellt man sich am besten wie folgt vor:
Im Round-Robin-Archiv liegen die erfassten Messwerte auf einer begrenzten Anzahl von Speicherplätzen, beginnend um 0 Uhr und dann im Uhrzeigersinn bis zum aktuellen Wert von 3,1 um 0:15 Uhr (Zeiger). Da der nächste Messwert 0:20 Uhr aber nicht mehr ins Archiv passt, wird der Wert von 0 Uhr überschrieben.
Wäre man nur an den Daten der letzten paar Minuten interessiert, wäre dies kein Problem, aber auch hierfür gibt es eine Lösung ohne dass man riesige Datenmengen speichern muss. Die Lösung heißt Unschärfe, welche über lange Zeiträume akzeptabel ist. Das RRD-Tool legt hierzu weitere Archive an, welche die Durchnittswerte (oder Min/Max-werte speichert). Sind diese Archive erst einmal in einer RRD angelegt, speichert das RRD-Tool kontinuierlich die entsprechenden Messwerte ab.
Der sich daraus ergebende Vorteil ist eine schnelle Datenbank mit fester Größe.